
SAP BTP war bisher einer dieser Bereiche, in die Security-Teams kaum Einblick hatten. Mit dem Mai-Release von Falcon Shield ändert sich das: BTP bekommt eigene Posture-Checks. Bei M365 hat CrowdStrike vor allem bei dem Alert-Volumen nachgebessert.
BTP ist bei vielen Unternehmen der Bereich, in dem die Custom-Apps, Integrationen und Erweiterungen liegen, aufgesetzt vom SAP-Team, mit wenig Transparenz für das SOC.
Falcon Shield deckt das jetzt auf drei Ebenen ab: Posture-Checks, User-Inventar und Event-Monitoring. Die Anbindung läuft komplett read-only über drei OAuth-Service-Instanzen, es werden also keine Einstellungen verändert. Die Einrichtung ist etwas aufwändiger als bei anderen SaaS-Diensten, weil im BTP-Cockpit drei Service-Instanzen samt Service Keys anlegen werden müssen.

Nach der Einrichtung erfolgen dann die folgenden Checks:
Außerdem unterstützt die Anbindung auch das User-Inventar und Event Montioring. Das User-Inventar zeigt alle Accounts der BTP-Umgebung in der Falcon Shield Oberfläche. Damit ist ohne Rückfrage beim SAP-Team sichtbar, wer dort überhaupt Zugriff hat.
Dazu kommt das Event-Monitoring mit zwei Quellen, die sich getrennt zuschalten lassen:
Bei M365 ist nichts grundlegend neu, dafür wird einiges leiser. Am meisten Wirkung hat eine ganze Reihe von Entra-ID-Checks rund um Service Principals (abgelaufene, langlebige und bald ablaufende Zertifikate und Secrets): Sie ignorieren jetzt Managed-Identity-Service-Principals. Deren Credentials rotiert der Anbieter, man kommt an sie ohnehin nicht heran, und sie zu melden war reines Rauschen. Dazu kommt ein „Root domains only”-Schalter beim DMARC-Check für Exchange. Wer auf DMARC-Vererbung setzt, bekommt nun nicht mehr zu jeder Subdomain einen Alert.
Neu sind ein paar Threat-Detections, die zu handfesten Angriffsmustern passen. CAP Bypass via Device Spoofing fängt den Versuch ab, Conditional-Access-Policies über gefälschte Geräteattribute auszuhebeln. Passkey Registration from an Untrustworthy ASN schlägt an, wenn ein Passkey aus einem nicht vertrauenswürdigen Netz registriert wird, ein typisches Verhalten für Account-Takeover-Persistenz. Dazu kommen User Enumeration, anomaler Gerätezugriff über die Mobile App und eine erkannte Kampagne (AST51).
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